Sehr geehrte Unternehmerinnen, sehr geehrte Unternehmer,

die Corona-Pandemie stellt Deutschland und insbesondere unsere Firmenkunden und damit Sie vor eine große Herausforderung. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt.

Deshalb gilt für uns weiterhin:

Wir sind auch in dieser herausfordernden Situation ein zuverlässiger und starker Partner für die Unternehmen in unserer Region.

Mit dieser Sonderseite möchten wir Sie, liebe Unternehmerinnen und Unternehmer, über aktuelle Meldungen, Förder- und Unterstützungsangebote und generelle Informationen für Ihren Betrieb informiert halten.

Für Fragen und Gespräche stehen wir Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Herzliche Grüße

Matthias Martiné

Vorstand Firmenkunden

Aktuelle Meldungen

Hier finden Sie aktuelle Informationen für Unternehmen

+++ Informationen zur Anfrage von Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten +++ (Update 09.07.2020 09:00 Uhr)
+++ Überbrückungshilfe des Bundes kann ab sofort beantragt werden +++ (08.07.2020 13:00)
+++ Hessen: Landesregierung beschließt weitere Lockerungen +++ (03.07.2020 22:40)
+++ Corona-Mieterschutz wird nicht verlängert+++ (02.07.2020 17:20)

Wer aufgrund der Corona-Krise seine Miete nicht zahlen konnte, war durch einen Sonderschutz vor einer fristlosen Kündigung geschützt. 
Dieser Schutz ist nun am 30. Juni ausgelaufen!
Ausgesetzte Mietzahlungen aus diesem Zeitraum müssen bis zum 30. Juni 2022 nachgezahlt werden.
Ab 1. Juli können Vermieter wieder fristlos kündigen, wenn die Miete zwei Monate hintereinander nicht gezahlt wurde. Auch gewährter Zahlungsaufschub bei Nebenkosten und Krediten ist hiervon betroffen. 

+++ Land Hessen: Was ist erlaubt, was nicht? Eine Übersicht +++ (26.06.2020 08:11)
+++ Bundeswirtschaftsministerium: Eckpunkte Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen +++ (24.06.2020 08:00)
+++ Hessische Landesregierung: Weitere Anpassungen der Verordnungen zur Bekämpfung des Corona-Virus verabschiedet+++ (19.06.2020 13:12)
+++ Bundesregierung: Corona-Warn-App geht an den Start +++ (16.06.2020 08:00)
+++ Bundesregierung: weitere Öffnungsschritte beschlossen +++ (06.05.2020 19:58)
+++ Phishing und Scam im Zusammenhang mit Corona-Hilfen +++ (04.05.2020 19:58)
+++ Hessen: Landesregierung beschließt Öffnung von Friseuren, Spielplätzen und Kultureinrichtungen +++ (02.05.2020 18:42)
+++ Hessen: Landesregierung beschließt Maskenpflicht ab 27.04.2020+++ (21.04.2020 22:55 Uhr)
+++ Hessen: Soforthilfe für Vereine +++ (21.04.2020 22:43 Uhr)
+++ Hessen: Was ist geöffnet, was ist geschlossen +++ (20.04.2020 08:13 Uhr)
+++ Bundesregierung: Kontaktbeschränkungen werden verlängert +++ (15.04.2020 20:55 Uhr)
+++ KfW-Schnellkredit 2020: Einführung zum 15.04.2020 +++ (15.04.2020 08:49 Uhr)

Das Maßnahmenpaket der Bundesregierung zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise wird um ein weiteres Instrument ergänzt.
Der neue KfW-Schnellkredit 2020 soll Unternehmen mit mehr als zehn Vollzeitbeschäftigten, die durch die Corona-Pandemie in Schwierigkeiten geraten sind, durch eine rasche Liquiditätshilfe unterstützen, weshalb die KfW auf eine Risikoprüfung in diesem Programm verzichtet.

Das Programm ist bis zum 31.12.2020 befristet.

Der KfW-Schnellkredit 2020 hat folgende Programmeckpunkte:

1. Antragsberechtigte
Unternehmen mit mehr als 10 Vollzeitbeschäftigten, die mindestens seit 01.01.2019 am Markt aktiv sind (Datum erste Umsatzerzielung).
Das Unternehmen darf zum 31.12.2019 kein Unternehmen in Schwierigkeiten gem. EU-Definition gewesen sein und hat zu diesem Zeitpunkt geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufgewiesen.
Des Weiteren muss das Unternehmen in der Summe der Jahre 2017 - 2019 einen Gewinn erzielt haben; sofern es nur für einen kürzeren Zeitraum am Markt aktiv gewesen ist, wird dieser Zeitraum herangezogen.

2. Förderfähige Maßnahmen und Förderausschlüsse
Finanziert werden Betriebsmittel und Investitionen. Umschuldungen und Ablösung von Kreditlinieninanspruchnahmen sind ausgeschlossen.
Gewinn- und Dividendenausschüttungen während der Laufzeit des KfW-Schnellkredits 2020 sind ebenfalls nicht zulässig; ausgenommen hiervon sind marktübliche Vergütungen an Geschäftsinhaber (natürliche Personen).
Der KfW-Schnellkredit 2020 ist befristet bis zum 31.12.2020. Bis zu diesem Zeitpunkt darf der Antragsteller zusätzlich zum KfW-Schnellkredit 2020 keinen weiteren KfW-Kredit beantragen.
Ein Wechsel vom KfW-Sonderprogramm 2020 (Programmnummern 037/047/075/076/855) zum KfW-Schnellkredit 2020 (078) ist ausgeschlossen.
Eine Kumulierung mit Instrumenten des Wirtschaftsstabilisierungsfonds oder der aufgrund der Corona-Krise erweiterten Programme der Bürgschaftsbanken ist ausgeschlossen. Ausgenommen hiervon sind Zuschüsse, die im Rahmen der Soforthilfeprogramme des Bundes und der Länder gewährt werden. Bei einer Kumulierung mit diesen Zuschüssen ist die Obergrenze von 800.000 Euro je Unternehmen einzuhalten.

3. Kredithöchstbetrag
Der Kredithöchstbetrag pro Unternehmensgruppe ist auf 25 % des Jahresumsatzes 2019 begrenzt; maximal jedoch auf 500.000 Euro für Unternehmensgruppen mit einer Beschäftigtenzahl von bis zu 50 Mitarbeitern maximal auf 800.000 Euro für Unternehmensgruppen mit einer Beschäftigtenzahl von über 50 Mitarbeitern.
Bis zur Erreichung des jeweiligen Kredithöchstbetrages können maximal 2 Anträge gestellt  werden.

4. Kreditlaufzeit, Vorfälligkeitsentschädigung und Kreditzins
Die Kreditlaufzeit und Zinsbindungsfrist beträgt einheitlich bis zu 10 Jahre mit bis zu 2 tilgungsfreien Anlaufjahren.
Eine vorzeitige Rückzahlung ohne Vorfälligkeitsentschädigung ist möglich.
Es gilt eine einheitliche Zinsmarge in Höhe von 3 % p.a. Der einheitliche Endkreditnehmerzinssatz, der sich an der Kapitalmarktentwicklung orientiert, wird bei Zusage festgelegt.
Die erste Veröffentlichung erfolgt 2 Bankarbeitstage vor Beginn der Entgegennahme der Anträge bei der KfW.

5. Bereitstellung
Der Betrag ist in einer Summe abzurufen. Die Abruffrist beträgt ein Monat nach Zusage

6. 100-prozentige Haftungsfreistellung und Schadensfallbearbeitung der Hausbank
Die Hausbank wird zu 100 % von der Haftung freigestellt.
Die Hausbank bleibt wie bei anderen Krediten mit Haftungsfreistellung verpflichtet, auch nach Eintritt des Schadensfalls die Forderungen gegen den Endkreditnehmer weiter zu verfolgen und dabei die Sorgfalt und Verfahrensweise anzuwenden, die sie auch bei eigenen Darlehen anwendet, mindestens jedoch die bankübliche Sorgfalt und Verfahrensweise.

7. Prüfungsumfang und Bestätigung der Hausbank
Um die beabsichtigte schnelle Kreditgewährung sicherzustellen, ist für die Beantragung keine Risikoprüfung durch die Hausbank vorgesehen.
Die Bestellung von Sicherheiten für den KfW-Schnellkredit 2020 ist nicht zulässig.
Die Hausbank führt die Know-Your-Customer-Prüfung durch und bestätigt mit Antragstellung, dass die Programmbedingungen eingehalten sind.
Im Einzelnen prüft und bestätigt sie folgende Punkte:
- Anzahl der Mitarbeiter größer 10 bzw. Anzahl der Mitarbeiter größer 50
- Höhe des Jahresumsatzes 2019
- Einhaltung des Kredithöchstbetrags
- dass das Unternehmen in der Summe der Jahre 2017 - 2019 einen Gewinn erzielt hat;   sofern es nur für einen kürzeren Zeitraum am Markt aktiv gewesen ist, wird dieser Zeitraum herangezogen.
- dass über die vertretungsberechtigten Personen des Unternehmens oder über das Unternehmen gemäß aktueller Selbstauskunft einer allgemein anerkannten Auskunftei keine der in der Anlage "Ergänzende Angaben zum Antrag: KfW-Schnellkredit 2020" aufgeführten Negativmerkmale vorliegen.

8. Antragsunterlagen
Für den Kredit hat der Antragsteller bei der Hausbank die in der Anlage "Ergänzende Angaben zum Antrag: KfW-Schnellkredit 2020" genannten Bestätigungen abzugeben. Die Anlage ist bei der Hausbank einzureichen und verbleibt dort.

+++ Unterstützung für Tourismus- und Kulturbranche +++ (09.04.2020, 16:10)

Die Corona-Epidemie hat vielen Bürgern den Urlaub und die Freizeit vermiest: Reisen abgesagt, Flüge gecancelt - ebenso wichtige Events. Die Veranstalter sind kaum in der Lage, die vielen stornierten Tickets zu erstatten. Deshalb hat das Kabinett beschlossen, dass Verbraucher statt der sofortigen Rückzahlung grundsätzlich Gutscheine erhalten sollen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

+++ Sonderzahlungen jetzt steuerfrei +++ (09.04.2020, 10:19)
+++ KfW: KfW-Schnellkredit für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern und mit 100 Prozent Staatshaftung: +++ (07.04.2020, 14:54)

KfW-Schnellkredit für den Mittelstand

Für Anschaffungen (Investitionen) und laufende Kosten (Betriebsmittel) können mittelständische Unternehmen bald den neuen KfW-Schnellkredit beantragen. Der Kredit wird zu 100 % abgesichert durch eine Garantie des Bundes. Das erhöht Ihre Chance deutlich, eine Kreditzusage zu erhalten.

Das Wichtigste

  • Förderkredit für Anschaffungen und laufende Kosten
  • für Unternehmen mit 11 bis 249 Mitarbeitern, die mindestens seit Januar 2019 am Markt sind
  • 100 % Risikoübernahme durch die KfW
  • keine Risikoprüfung durch Ihre Bank
  • Max. Kreditbetrag: bis zu 3 Monatsumsätze des Jahres 2019
    • Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten erhalten max. 500.000 Euro
    • Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten erhalten max. 800.000 Euro
  • Zinssatz von aktuell 3,00 % p.a.
  • 10 Jahre Laufzeit
  • Voraussetzung: Sie haben zuletzt einen Gewinn erwirtschaftet – entweder 2019 oder im Durchschnitt der letzten 3 Jahre

Die KfW arbeitet mit Hochdruck daran, dass Sie den KfW-Schnellkredit schon bald beantragen können.

Wir informieren Sie an dieser Stelle über Neuerungen.

+++ BAFA: Zuschuss für Inspruchnahme von Beratungsdienstleistungen bis 4.000 EUR +++ (07.04.2020 16:06 Uhr))

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat mit Wirkung zum 03.04.2020 die Richtlinie zur Förderung unternehmerischen Know-hows für Unternehmen, die aufgrund der Coronakrise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, angepasst.

Folgende Änderungen sind wesentlich:

  • Betroffene Unternehmen erhalten einen Zuschuss für eine Beratungsleistung in Höhe von 100 %, maximal jedoch 4.000 Euro, der in Rechnung gestellten Beratungskosten (Vollfinanzierung).
  • Es können bis zur Ausschöpfung der maximalen Zuschusshöhe mehrere Beratungen im Rahmen des neuen Kontingentes beantragt werden.
  • Die antragsberechtigten Unternehmen werden von einer Vorfinanzierung der Beratungskosten entlastet.
  • Betroffene Unternehmen müssen kein Informationsgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner vor Antragstellung führen.
  • Anträge auf Förderung einer Beratung nach diesen Bestimmungen können zunächst bis einschließlich 31. Dezember 2020 gestellt werden.
  • Bereits vor der Änderung gestellte Anträge sind von dieser Regelung nicht betroffen.
+++ Polizei: Warnung vor FAKE-Corona-Seite (Phishing) +++ (31.03.2020 07:35 Uhr)
+++ Bundes- und Landeszuschüsse beantragbar seit dem 30.03. +++ (30.03.2020 09:05 Uhr)
+++ Sehr empfehlenswerte Corona-Checkliste für Unternehmen von der IHK +++ (27.03.2020 15:24 Uhr)
+++ GKV-Spitzenverband: Stundung der Sozialversicherungsbeiträge jetzt vereinfacht möglich +++ (26.03.2020 09:57 Uhr)
+++ Hessen: Beantragung der Corona-Soforthilfe. Detaillierte Informationen veröffentlicht +++ (25.03.2020 20:05 Uhr)
+++ KfW: Sonderprogramm 2020 jetzt verfügbar +++ (23.03.2020 17:24 Uhr)
+++ Hessen: Nur kleine Versammlungen erlaubt +++ (20.03.2020 14:40 Uhr)
+++ BMJV: Aussetzung der Insolvenzantragspflicht +++ (20.03.2020 10:57 Uhr)

Meldung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz:

„Bis zum 30.09.2020 setzen wir die Insolvenzantragspflicht für betroffene Unternehmen aus. Mit diesem Schritt tragen wir dazu bei, die Folgen des Ausbruchs des Coronavirus für die Realwirtschaft abzufedern.“

- Christine Lambrecht

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz bereitet eine gesetzliche Regelung zur Aussetzung der Insolvenzantragspflicht vor, um Unternehmen zu schützen, die infolge der Corona-Epidemie in eine finanzielle Schieflage geraten. Die Aussetzung wird voraussichtlich bis zum 30.09.2020 für die betroffenen Unternehmen gelten. Dies ist eine flankierende Maßnahme, die die von der Bundesregierung beschlossenen Hilfen unterstützen sollen.

Die beabsichtigte Aussetzung der Insolvenzantragspflicht durch das BMJV bedeutet nicht, dass Unternehmen nunmehr gar keiner Insolvenzantragspflicht unterliegen würden. Die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht wird jedoch nur unter den folgenden Bedingungen gewährt:

- Der Insolvenzgrund beruht auf den Auswirkungen der Corona-Epidemie und

- aufgrund einer Beantragung öffentlicher Hilfen bzw. ernsthafter Finanzierungs- oder Sanierungsverhandlungen eines Antragspflichtigen bestehen begründete Aussichten auf Sanierung.

Die zeitlich befristete Aussetzung der Antragspflicht soll somit dazu dienen, dem Unternehmen die Zeit zu verschaffen, die für die Abwicklung der Hilfeleistungen erforderlich ist. Werden die Staatshilfen nicht beantragt und gibt es auch sonst keine Erfolg versprechenden Sanierungsbemühungen, dürfte der Grund für die Inanspruchnahme der Ausnahmeregelung entfallen. 

Unternehmen, die bereits vor Eintritt der Corona-Krise insolvenzreif waren bzw. sich bereits vor der Corona-Krise in einer Sanierung befunden haben, können nach gegenwärtigem Stand nicht auf eine Aussetzung der Insolvenzantragspflicht hoffen. 

Bei Inanspruchnahme der Ausnahmeregelung empfiehlt es sich, für die Unternehmen aus rechtlichen Gründen zumindest folgendes schriftlich zu dokumentieren: (i) dass sich das Unternehmen nicht bereits vor Eintritt der Corona-Krise in einer Unternehmenskrise befunden hat, (ii) eine Liquiditätsplanung, welche die Auswirkungen der Krise abbildet, (iii) die Aufnahme ernsthafter Finanzierungs-/Sanierungsverhandlungen, z.B. Bankgespräche sowie (iv) eine Prognose über die Erfolgsaussichten der Sanierung.

+++ Bundesregierung: Einschränkung der geschäftlichen Tätigkeiten bestimmter Branchen, insb. des Einzelhandels +++ (16.03.2020 19:30 Uhr)
+++ Hotlines für Unternehmen +++ (16.03.2020 18:00 Uhr)

Hinweis:

Die auf dieser Seite dargestellten Informationen haben wir nach bestem Wissen sorgfältig zusammengetragen. Eine Haftung jeglicher Art schließen wir dennoch aus.

Informationen für Ihren Betrieb

Was Sie jetzt wissen müssen


1. Betriebliche Prävention
2. Arbeitsrechtliche Fragen
3. Behördliche Anordnung der Quarantäne
4. Auslandsgeschäfte
5. Wirtschaftliche Folgen

Es ist damit zu rechnen, dass es in Folge der Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus zu einer deutlichen konjunkturellen Abschwächung weltweit kommen wird. Welches Ausmaß und welche Dauer diese haben wird, ist derzeit nicht beurteilbar. Es besteht - in Analogie zu der Entwicklung nach anderen großen Krisen der letzten Jahrzehnte - die Hoffnung, dass sich das Wirtschaftsgeschehen und damit die Konjunktur relativ schnell wieder normalisieren dürfte, nachdem die Pandemie überwunden bzw. "im Griff" ist, also zumindest die Zahl der täglich Neuinfizierten deutlich und valide zurückgeht. Wobei derzeit naturgemäß nicht absehbar ist, wann dies erreicht sein wird.

Aktuelles zur Einschätzung der wirtschaftlichen Lage und zu den Perspektiven bietet in kompakter und verständlicher Weise Bielmeiers Blog: https://bielmeiersblog.dzbank.de/

Aktuell spüren viele Unternehmen bereits negative Auswirkungen der Entwicklung. Ursachen sind vornehmlich die Absage von Messen und Veranstaltungen, der Rückgang der dienstlichen und privaten Reisetätigkeit, der Rückgang der Nachfrage aus dem Ausland nach deutschen Produkten (Exporte) und die Störung der hiesigen Produktion aufgrund fehlender Teilelieferungen aus dem Ausland.

In Ansehung dessen hat die Bundesregierung ein weitreichendes Maßnahmenbündel auf den Weg gebracht, um Arbeitsplätze zu schützen und Unternehmen zu unterstützen, insbesondere Firmen und Betriebe mit ausreichender Liquidität auszustatten, das zudem durch ergänzende Zuschuss- und Kreditprogramme der Bundesländer flankiert wird (Details hier siehe weiter unten im Gliederungspunkt „Bedeutende Zuschuss-, Kredit- und Bürgschaftsprogramme“). Bundesfinanzminister Scholz und der Bundeswirtschaftsminister Altmaier haben im Namen der Bundesregierung deutlich gemacht, dass hierfür alle notwendigen Maßnahmen ergriffen werden und dass genug Geld vorhanden ist, um die Krise zu bekämpfen.

Details zu den derzeit vorgesehenen Maßnahmen enthält die Pressemitteilung der Bundesregierung:

Handlungsempfehlungen

Was Sie jetzt tun können

Zur Sicherung der betrieblichen Liquidität empfehlen wir, frühzeitig bzw. umgehend Überlegungen zur mittelfristigen Liquiditätssicherung anzustellen.

Dabei sollten folgende Maßnahmen im Vordergrund stehen, also geprüft und möglichst umgesetzt werden:

  • eine Liquiditätsvorschau erstellen, die eine länger andauernde Krisensituation (beispielsweise sechs Monate) einbezieht
  • betriebliche Ausgaben mit Augenmaß temporär vermeiden oder zumindest reduzieren oder deren Zahlungen aufschieben (ggfs. unter Mitwirkung Dritter/Gläubiger/Arbeitnehmer)
  • anderweitige betriebliche und private Liquiditätsreserven zur Verfügung stellen oder zumindest deren kurzfristige Mobilisierung im Bedarfsfall vorbereiten
  • und - ganz vorrangig - die staatlichen Angebote zur Schonung der Liquidität nutzen und beantragen, nämlich:

Handlungsempfehlungen im Überblick

1. Die Nutzung des Kurzarbeitergeldes

(insbesondere bei Wegfall/Fehlen von Aufträgen), dessen Zugangsvoraussetzungen wesentlich vereinfacht wurden (u.a. Absenkung des Quorums der betroffenen Beschäftigten im Betrieb auf bis zu 10 %; siehe Seite 2 der o.a. Pressemitteilung).

Zuständig bei Fragen und Beantragung (auch Online möglich) des Kurzarbeitergeldes ist die Bundesagentur für Arbeit bzw. deren regionalen Außenstellen.

Einen Überblick über das Kurzarbeitergeld gibt es hier (ACHTUNG: die neuen Erleichterungen sind hier noch nicht verarbeitet):

Ausführliche Informationen zum Kurzarbeitergeld enthält das Merkblatt (ACHTUNG: die neuen Erleichterungen sind auch hier noch nicht verarbeitet):

2. Nutzung von Steuerstundungen und Reduzierung/Entfall von Steuervorauszahlungen

Einkommen- und Körperschaftsteuer:
Auf Antrag stunden die Finanzämter bereits fällige oder in 2020 noch fällig werdende Steuerzahlungen zur Einkommens- und Körperschaftsteuer in der Regel zinsfrei bis zum 31. Dezember 2020 (für 2021 nur bei genauerer Begründung), soweit die Forderungen aufgrund finanzieller Probleme in Folge des Corona-Virus nicht geleistet werden können. Darüber hinaus kann auf Antrag auch die Höhe der individuellen Vorauszahlungen angepasst werden.
Die Finanzämter sind angewiesen, alle Anträge zügig zu prüfen und keine strengen Anforderungen zu stellen. Details finden Sie unten.

Gewerbesteuer:
Die betragliche Anpassung der Vorauszahlungen bei der Gewerbesteuer und die Stundung von Gewerbesteuerzahlungen erfolgt auf Antrag durch die jeweilige Stadt bzw. Gemeinde (i.d.R. am Sitz des Unternehmens).
Zudem können bei den Finanzämtern Anträge auf Herabsetzung des Gewerbesteuermessbetrages für Zwecke der Vorauszahlungen für die Gewerbesteuer gestellt werden. 


Details finden Sie hier:

Wir empfehlen, einen Steuerberater zu kontaktieren.

3. Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen

Die Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen ist grundsätzlich weiterhin möglich. Im Rahmen der Corona-Krise wurde für den Monat April eine Erleichterung geschaffen. Unternehmen, welche die Stundung erhalten wollen, müssen diese formlos unter Bezug auf Notlage und § 76 SGB IV bei ihrer jeweils zuständigen Krankenkasse beantragen.

Details finden Sie hier:

4. Bedeutende Zuschuss-, Kredit- und Bürgschaftsprogramme im Überblick
5. Grundsicherung

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