Regionalmarkt-Leiter Olav Diehl

"Jeden Tag nutzen und genießen"

Im Marktbereich Bergstraße haben wir mit Olav Diehl gesprochen, Leiter des Regionalmarkts Lampertheim und „Motorrad-Schrauber“.

Olav Diehl ist ein großgewachsener Mann mit jungenhaftem Lächeln und einer offenen, kommunikativen Art. „Das kommt vom Reisen“ vermutet er, „da darf man auch keine Scheu vor anderen Leuten haben, sondern muss sich irgendwie verständigen – notfalls eben mit Händen und Füßen!“ Dank reiselustiger Eltern ist er schon als Kind weit herumgekommen und man sieht, dass es ihm leichtfällt, Kontakte zu knüpfen. Auch dass er „schon immer“ Banker werden wollte, glaubt man ihm sofort. Dabei sah es anfangs nicht so aus, als ob dieses Ziel leicht zu erreichen wäre. In seine Berufskarriere gestartet ist er nämlich als Hauptschüler – nicht unbedingt das ideale Sprungbrett für einen angehenden Bankkaufmann.

Doch wenn sich Olav Diehl einmal ein Ziel gesetzt hat, lässt er sich nicht beirren. Also wechselt er nach der Hauptschule nahtlos auf die Handelsschule. „Das war mein kaufmännischer Berufseinstieg“ erklärt er die Entscheidung. Danach folgen das Wirtschaftsgymnasium und schließlich die ersehnte Ausbildung zum Bankkaufmann. „Ich sag‘s nicht gern, aber die hab ich bei der Sparkasse gemacht“ beichtet Olav Diehl mit nicht ganz ernst gemeinter Büßermiene. Nach erfolgreichem Abschluss versucht er sein Glück an der Uni, merkt aber schnell, dass ihm das Studium zu praxisfern ist. „Also schrieb ich Bewerbungen – und hatte eines der Vorstellungsgespräche bei der Volksbank. Zum Glück, denn ich hab sofort gemerkt: Das ist mein Ding!“ Was er damit meint, sind das genossenschaftliche Prinzip und die regionale Ausrichtung. Auch die teamorientierte Zusammenarbeit innerhalb der Bank gefällt ihm von Anfang an. Auf Kollegen und Vorgesetzte habe er sich stets verlassen können.

Die Volksbank sei für ihn fast so etwas wie eine zweite Familie, sagt Olav Diehl, der gerne zugibt, auch im Privatleben eine treue Seele und ein echtes „Familientier“ zu sein. Seine Ehefrau kennt er schon aus der Ausbildungszeit. Seitdem sie sich vor einiger Zeit von einer schweren Erkrankung wieder völlig erholte, leben beide viel bewusster und versuchen nicht nur beruflich, sondern auch privat jeden Tag zu nutzen und zu genießen. Zu seinen Eltern haben sie ein enges freundschaftliches Verhältnis – da trifft es sich gut, dass sie erst kürzlich im gleichen Viertel „um die Ecke“ ein Haus kaufen konnten. Seitdem kommen allerdings Olav Diehls Hobbies etwas zu kurz: „Ich hatte angefangen, für den Berlin-Marathon zu trainieren – aber momentan ist Fliesenverlegen wichtiger.“ Seine zweite Leidenschaft ist der Chopper, den er sich mit seinem Vater teilt. „Obwohl wir meistens gar nicht fahren, sondern nur gemeinsam dran herumschrauben“ berichtet er vergnügt. Macht nichts – das kommt dann eben wieder der kommunikativen Kompetenz zugute.