Mitglieder-Führung durch das Welterbe Areal Kloster Lorsch

Führung durch das Kloster Lorsch, die Königshalle und das archäologische Schaudepot Zehntscheune

Mitglieder der Volksbank Darmstadt - Südhessen eG wurden bei einer exklusiven Kloster-Führung am 26. August 2016 in die Geheimnisse des einstigen Reichsklosters Karls des Großen und die Geschichte des früheren Mittelalters eingeweiht. Die Historikerin Mascha Funke vermittelte auf anschauliche und interessante Weise spannende Einblicke in die Geschichte des Klosters Lorsch, zeigte das Obergeschoss der Königshalle und führte die Volksbank-Mitglieder durch das Schaudepot Zehntscheune.

 

Königshalle des Klosters Lorsch 

Die Königshalle des Klosters Lorsch ist ein spätkarolingischer Bau. Das Gebäude ist als letzter oberirdisch sichtbarer Teil der Klosteranlage 1991 zusammen mit den übrigen baulichen und archäologischen Resten des mittelalterlichen Klosterkomplexes als erstes UNESCO-Welterbe in Hessen ausgezeichnet worden. Es steht im Herzen der Stadt Lorsch.

Die Geschichte des Klosters Lorsch ist von den Anfängen 764 bis zum Ende seiner Existenz mit dem Dreißigjährigen Krieg, etwa 800 Jahre später, erstaunlich, spannend und wechselvoll. Sein steiler Aufstieg verdankt sich mehreren klugen Schachzügen der Klosterleitung: Früh schon sicherte man sich Reliquien des Heiligen Nazarius. Und ebenso bald begriff man, dass man die rasch reich gewordene Benediktinerabtei klugerweise unter den Schutz des Königs und späteren Kaisers Karls des Großen persönlich stellen musste, wollte man politische Begehrlichkeiten vermeiden und das prosperierende Kloster sichern. Grundherrschaft, Baugeschichte und Geisteswissenschaften sind die drei Pfeiler, auf denen die herausragende Bedeutung ruht, die dem ehemaligen Reichskloster Karls des Großen bis heute zugeschrieben wird. Das UNESCO-Welterbe Areal wurde in den letzten Jahren überarbeitet und maßgeblich erweitert.

Schaudepot Zehntscheune

Das aufsehenerregende Gebäude diente einst der Lagerung des Zehnten. Die Volksbank-Mitglieder wurden im Schaudepot Zehntscheune erneut mit auf eine Entdeckungsreise in die Klostergeschichte genommen. Lediglich einzelne Steinfragmente wurden während der Führung durch Lichtspots zum Leben erweckt. Ansonsten war alles dunkel und der Entdeckergeist wurde angeregt.

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