Bilanzpressegespräch 2014

Pressemitteilung zur Bilanz 2013

Volksbank Darmstadt – Südhessen auf Erfolgskurs

Betriebsergebnis gesteigert – 6.000 neue Mitglieder

Die Volksbank Darmstadt – Südhessen hat am 19. März 2014 in Darmstadt ihre Bilanz präsentiert. „Wir haben das erste vollständige Jahr der neuen Volksbank Darmstadt – Südhessen, zu der sich im Jahr 2012 die Volksbanken Darmstadt • Kreis Bergstraße und Groß-Gerau zusammengeschlossen haben, mit Erfolg abgeschlossen“, konstatierten die Vorstände Walter Konrad und Michael Mahr im Rahmen des diesjährigen Bilanzpressegesprächs. Das Zusammenwachsen habe natürlich von allen Beteiligten ein hohes Maß an Einsatz gefordert. „Doch das hat sich gelohnt: Unsere wichtigsten Ziele, wie die Verbesserung der Cost/Income-Ratio, der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen und nicht zuletzt die TÜVZertifizierung unserer Kundenberater, haben wir alle erreicht“, so Konrad.
 


Integration geglückt

Der Bruttoertrag liegt trotz des anhaltend niedrigen Zinsniveaus dank eines verbesserten Provisionsergebnisses unverändert bei € 112 Mio. Die Personal- und Sachkosten konnten um rund € 4,5 Mio. reduziert werden, was leicht über den Planungen liegt und auf die Nutzung fusionsbedingter Synergien zurückzuführen ist. Der Vorstand freut sich umso mehr, dass die Personalreduzierungen durch Altersteilzeitvereinbarungen erreicht wurden und auf betriebsbedingte Kündigungen vollständig verzichtet werden konnte. Dass die Integration beider Häuser geglückt ist, lässt sich auch an der historisch niedrigen Fluktuation ablesen.

 

Verbesserte Cost/Income-Ratio

Das Betriebsergebnis vor Bewertung – für Konrad die wichtigste Steuerungsgröße einer Bank – beläuft sich auf gut € 36 Mio. oder 1,02% der durchschnittlichen Bilanzsumme nach € 33,6 Mio. im Vorjahr. Die Cost/Income-Ratio konnte von 69,7% auf 66,7% verbessert werden. Das  Kreditvolumen der Bank bewegt sich mit € 2,85 Mrd. nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau,  wenngleich die Kreditnachfrage etwas verhaltener als im Vorjahr war. Gleichwohl wurden knapp € 400 Mio. Kredite neu zugesagt, die sich hälftig auf den regionalen Mittelstand und private  Bauherren verteilen. Die bilanziellen Kundeneinlagen stiegen um € 64 Mio. auf 2/4 jetzt € 2,9 Mrd. an; das betreute Kundenvolumen beläuft sich jetzt auf € 8.125 Mrd. (+ € 164 Mio.).
 


Steigende Mitgliederzahlen
 

Das mittelfristige Ziel der Bank, von 100.000 Mitgliedern getragen zu werden, gilt unverändert. Im vergangenen Jahr konnten gut 6.000 Neumitglieder von der genossenschaftlichen Idee überzeugt werden – in Kürze kann das achtzigtausendste Mitglied begrüßt werden. Der Vorstand sieht in dem
erfreulich hohen Zuwachs an Mitgliedern einen deutlichen Vertrauensbeweis in das nachhaltige  Geschäftsmodell der Volksbank. Die aufsichtsrechtliche Eigenkapitalquote beläuft sich auf 13,86% und erfüllt die nach Basel III zu erwartende Norm bereits heute. Dennoch strebt auch die Volksbank eine weitere Steigerung des Eigenkapitals an, um auf dieser Basis nachhaltig im Kundenkreditgeschäft wachsen zu können.
 


TÜV-Zertifizierung
 

Im vergangenen Jahr hat die Volksbank in erheblichem Maße in die fachliche und methodische Weiterqualifizierung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter investiert. Alle Kundenberaterinnen und Kundenberater im Privatkundengeschäft sind inzwischen TÜV-zertifiziert, was eine durchgehend
hohe Beratungsqualität gewährleistet.
 


Klares Bekenntnis zum Filialkonzept
 

Auch gilt unverändert ein klares Bekenntnis zur Präsenz in der Fläche. An verschiedenen Standorten wurden Filialen modernisiert, energetisch saniert oder auch komplett neu errichtet. So entstand in Nauheim (Kreis Groß-Gerau) eine neue Filiale am Standort Georg-Mischlich-Platz, die Hauptstelle in Bensheim wurde kernsaniert und in Leeheim und Büttelborn laufen die Um- und Neubauarbeiten auf Hochtouren. Im Rahmen der in diesem Jahr anstehenden Fusion mit der Volksbank Seeheim-Jugenheim wurden sowohl in Seeheim als auch in Jugenheim zwei neue Standorte gefunden, die alle Ansprüche an eine moderne Bankfiliale erfüllen: Gute Nahverkehrsanbindung, ausreichend Parklätze, komplette Barrierefreiheit, Raum für diskrete Beratungsgespräche sowie ein  Selbstbedienungs- Service, der rund um die Uhr zur Verfügung steht. Insgesamt wurde in die Filialstandorte im vergangenen Jahr knapp € 5 Mio. investiert.
 


Tradition und Moderne verbinden
 

Änderungen im konkreten Angebot einzelner Filialen will der Vorstand dennoch nicht ausschließen. Hier gilt es, sich auf veränderte Kundenfrequenz und die konkrete Nachfrage vor Ort einzustellen und das Online3/4 Angebot mit dem Filialangebot stärker zu verzahnen. Auf die Frage, ob die Volksbank Darmstadt – Südhessen vorhabe, wie einige Großbanken ihr Filialnetz signifikant  auszudünnen, antwortet Mahr: „Unser Geschäftsmodell basiert auch in Zukunft auf einer  persönlichen und individuellen Beratung. Dazu gehört eine angemessene Präsenz vor Ort. Finanz- und Vermögensfragen können nicht ausschließlich über Onlineangebote abgewickelt werden.“

Angesprochen auf die in den Medien kürzlich plakativ dargestellte Krise der Regionalbanken,  bestätigen die Vorstände Konrad und Mahr, dass die Herausforderungen für  Genossenschaftsbanken und Sparkassen aufgrund der schärferen Regulierungsvorschriften und der Zinspolitik steigen. Das Geschäftsmodell der Regionalbanken sei jedoch keineswegs gefährdet. So sieht der Vorstand gerade die Volksbank Darmstadt – Südhessen durch die sehr hohe  Kundenorientierung – rund 80% der Bilanz werden durch klassisches Kundengeschäft (Kredite und Einlagen) getragen – deutlich besser gegenüber Marktschwankungen und Verwerfungen aufgestellt als kapitalmarktorientierte Großbanken. Zusätzlichen Druck verursachten allerdings die Online- und Direktbanken, die aufgrund des geringeren Personalaufwands deutlich geringere Kosten hätten, aber bei Beratungsqualität und Kundennähe mit den Volksbanken nicht mithalten könnten, wie auch jüngste Testergebnisse belegten.

 

Volksbankeigene Stiftung unterstützt Kinder in der Region

Auch in Bezug auf gesellschaftliches Engagement beweist die Volksbank Darmstadt – Südhessen Kontinuität und Traditionsbewusstsein. Bereits vor siebzehn Jahren wurde die Stiftung „Hoffnung für Kinder“ ins Leben gerufen, damals von der Groß-Gerauer-Volksbank eG. Ihr Ziel war es, Kindern aus der Region, die sich in Notlagen befinden, schnell und unbürokratisch zu helfen. Mit der Fusion der Groß-Gerauer Volksbank eG mit der Volksbank eG Darmstadt • Kreis Bergstraße im Jahr 2012 hat sich das Wirkungsfeld der Stiftung stark erweitert. Auch in dem größer gewordenen Gebiet – von Viernheim im Süden bis Mörfelden-Walldorf im Norden – möchte die Volksbank Darmstadt – Südhessen eG getreu dem Stiftungsmotto „Kinder ein bisschen glücklicher machen“. Bisher wurden mit gut einer Million Euro nahezu achthundert Projekte unterstützt. Alle Erlöse aus den zahlreichen, eigens für die Mitglieder konzipierten Veranstaltungen fließen in die Stiftung. So profitieren nicht nur die Mitglieder der Volksbank Darmstadt – Südhessen von besonderen Vorträgen, Ausflügen, Lesungen und Theateraufführungen, sondern auch die Stiftung „Hoffnung für Kinder“ – und damit jene Kinder, die in unserer Region der besonderen Unterstützung bedürfen.