Volksbank Darmstadt – Südhessen mit dynamischer Geschäftsentwicklung in 2015

Kräftige Zuwächse bei Einlagen und Krediten – Herausforderungen:

Ein bemerkenswertes Wachstum im Kundengeschäft hat der Vorstand der Volksbank Darmstadt - Südhessen auf der Bilanzpressekonferenz präsentiert. Das bilanzielle Kundengeschäftsvolumen (Kredite und Einlagen) stieg um knapp fünf Prozent beziehungsweise um 282 Millionen Euro auf 6,2 Milliarden Euro. „Unsere Kunden haben in 2015 so intensiv mit uns zusammengearbeitet wie schon lange nicht mehr“ freuten sich die beiden Vorstandssprecher Michael Mahr und Matthias Martiné und interpretierten die hohe Marktakzeptanz damit, „dass die Bank ganz offensichtlich gute Leistungen zu Konditionen anbietet, wie es die Kunden von einem Regionalinstitut erwarten“. Getragen wird die Entwicklung in 2015 von einem boomenden Kreditgeschäft, einem kräftigen Einlagenzuwachs sowie florierenden Wertpapiergeschäften. Auch die anderen Geschäftsfelder zeigen gute Ergebnisse und  die Zahl der Girokonten wächst kontinuierlich.

Top-Wachstum im Kundengeschäft

Die positive Geschäftsentwicklung spiegelt sich dementsprechend auch in der Bilanzsumme wider, die sich mit einem Plus von 6,2 Prozent um 229 Millionen Euro auf 3.930 Millionen Euro erhöhte. Mit einem neu zugesagten Kreditvolumen von 570 Millionen Euro wurde das Spitzenergebnis des Vorjahres abermals übertroffen. Ohne die hauseigenen Kreditstandards gelockert zu haben, hat die Volksbank Darmstadt – Südhessen zum Jahresende 2015 ihr Kreditgeschäft um 4,6 Prozent auf insgesamt 3.028 Millionen Euro ausgebaut. Sie ist damit einer der bedeutenden Finanzierer in Südhessen. Private Immobilienfinanzierungen machen dabei rund 250 Millionen Euro der neu ausgeliehenen Gelder aus. Der größere Teil, nämlich knapp 320 Millionen Euro, gingen an Unternehmen und Selbständige, womit die Bank einmal mehr ihre enge Partnerschaft mit dem Mittelstand untermauerte.

Noch positiver entwickelten sich auch die Kundeneinlagen. Mit einem Zuwachs von 5,9 Prozent durchbrach die Volksbank auch bei den Einlagen erstmals die Dreimilliarden-Grenze: Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das ein Wachstum um 173 Millionen Euro auf über 3.116 Millionen Euro. „Dies ist vor dem Hintergrund der anhaltenden Nullzinspolitik seitens der EZB und der hohen Wettbewerbsintensität ein besonderer Ausdruck des Kundenvertrauens in die Stabilität der Bank und in das genossenschaftliche Geschäftsmodell. Zu Recht, denn die Gruppe der Volks- und Raiffeisenbanken ist die mit Abstand am besten geratete Bankengruppe Europas“, so Mahr. Wenngleich unverändert ein Großteil der Einlagen in täglich fälligen Anlageprodukten geparkt ist, berücksichtigten die Kunden zusehends mehr alternative Anlageprodukte wie Fonds und Zertifikate, um sich Renditeaussichten zu eröffnen. Im Zuge dessen stieg auch das außerbilanzielle Kundeneinlagevolumen in Depots und Fondsanlagen auf 2,1 Milliarden Euro.

90.000 Mitglied begrüßt

Das Kundenvertrauen drückt sich auch darin aus, dass 6.287 neue Mitglieder in 2015 begrüßt werden konnten. So sind von den knapp 200.000 Kunden inzwischen 90.286 Südhessen gleichzeitig Mitglied und Eigentürmer der Bank. Sie werden damit nicht nur am Unternehmenserfolg beteiligt, sondern kommen auch in den Genuss eines umfangreichen Mitglieder-Mehrwertprogramms. Dem Ziel, 100.000 Mitglieder bis Ende 2017, ist das Regionalinstitut damit ein gutes Stück nähergekommen.

Niedrigzinsphase und Kosten der Regulierung belasten Ergebnis

„Auf der Grundlage einer an den individuellen Bedürfnissen des einzelnen Kunden orientierten und qualitativ hochwertigen Beratung haben wir unsere wirtschaftliche Basis und die Verankerung in unserem regionalen Markt in Südhessen weiter gestärkt“, betont Matthias Martiné, der anschließend die Finanzlage näher beleuchtete. Vor allem aufgrund der Ausweitung des Geschäftsumfangs und einem strikten Kostenmanagement, konnten die Belastungen aus den niedrigen Zinsen und der Regulierung zu einem großen Teil abgefangen werden. Das Betriebsergebnis vor Bewertung reduzierte sich um nur 0,8 Mio. Euro auf 37,3 Millionen Euro in 2015 obwohl sich das Niedrigzinsniveau mit einem deutlichen Rückgang im Zinsergebnis niedergeschlagen hat (minus 4,3 Millionen Euro auf 86,2 Millionen Euro). Infolge der lebhaften Nachfrage der Kunden nach Wertpapieranlagen konnte der Provisionsüberschuss hingegen um 0,7 Millionen Euro auf 28,1 Millionen Euro gesteigert werden. „Darüber hinaus ist es auch gelungen, Kosten dort zurückzufahren, wo dies ohne Auswirkungen auf die Qualität möglich war“, so Martiné weiter. Mit einem Verwaltungsaufwand von 76,3 Millionen Euro gelang es, diesen trotz der Tarifsteigerungen und der erstmals in 2015 von der Bankenaufsicht erhobenen Umlagen von 0,3 Millionen Euro für den Sicherungsfonds um insgesamt rund 3 Millionen Euro deutlich zu senken.

Laut Mahr wird sich der Rückgang des Zinsergebnisses in 2016 und abgeschwächt auch in den Folgejahren fortsetzen. „Trotz gebotener Anstrengungen wird sich der Rückgang nur zum Teil durch anderweitige Erträge und weitere Kosteneinsparungen kompensieren lassen“, so die Prognose von Mahr.

Mit Sorge sieht Michael Mahr die Auswirkungen geplanter Regulierungsmaßnahmen. So warnt er ausdrücklich vor den Folgen der von der EU-Kommission vorgeschlagenen Vergemeinschaftung der Einlagensicherung innerhalb der Eurozone. Mahr bezeichnet dieses Ansinnen als „modernes Raubrittertum“ und empfindet es als inakzeptabel, dass die Gelder, die die Genossenschaftsbanken in Deutschland zum Schutz ihrer Sparer aus der Gewinn und Verlustrechnung zurückgelegt haben, europaweit sozialisiert werden und für die Einlagen bei Banken in allen Eurostaaten mithaften sollen.

Trotz Digitalisierung - Filialen sichern Nähe zum Kunden

Auch die Volksbank beobachtet den Trend zu einer stärkeren Nutzung der digitalen Kommunikationswege und sieht darin eine weitere Herausforderung. So haben sich die Kunden der Volksbank Darmstadt – Südhessen beispielsweise in 2015 mehr als 10 Millionen Mal in den individuellen Bereich des Onlinebankings eingeloggt und die Leistungen rund ums Konto, Zahlungsverkehr und Depot oder allgemeine Informationsangebote genutzt. „Durch Internet und Smartphones haben sich die Anforderungen der allermeisten Menschen an die Abwicklung von jeglichen Geschäften des täglichen Bedarfs verändert“, führt Martiné aus: „Schnell, einfach und sicher muss es sein und zudem mobil und jederzeit verfügbar. Daher verwundert es nicht, dass unsere Kunden bereits heute für die Abwicklung von über 95 Prozent aller Servicetransaktionen, gemeint sind damit Leistungen rund ums Konto, unser Online- und Mobile-Banking, die Selbstbedienungsgeräte oder den telefonischen Kontakt wählen. Dementsprechend sind unsere persönlichen Serviceangebote, die wir in den Filialen vorhalten, inzwischen nur noch in geringem Umfang nachgefragt“. 

Andererseits hätten Kunden gerade bei komplexen Themen wie dem Anlage- oder Vorsorgegeschäft sowie Finanzierungsanfragen heute einen weitaus höheren Qualitätsanspruch und legen auf eine persönliche Beratung unverändert größten Wert - eine Entwicklung, die im Übrigen auch für jüngere Kunden gelte. Die Herausforderung der Zukunft sieht Martiné deshalb darin, „die digitalen Vertriebswege entsprechend der Kundenbedarfe auszubauen und mit dem stationären Vertriebsweg optimal zu verzahnen“. Um der veränderten Nachfrage nach persönlichen Serviceangeboten jedoch gerecht zu werden, hat die Volksbank, so Martiné „die letzten Monate darauf verwendet, ein Konzept zu entwickeln, mit dem die Filialstruktur mit dem veränderten Kundenverhalten in Einklang gebracht werden kann. Die Bank beabsichtigt daher in naher Zukunft die Öffnungszeiten für den persönlichen Service in den Filialen standortindividuell zu reduzieren. Gleichzeitig werde die persönliche Beratung sowie die digitale Leistungsfähigkeit durch einen kundenorientierten Ausbau der technischen Kommunikations- und Vertriebswege weiter gesteigert.

Zudem wird an 15 zusätzlichen hochfrequentierten Standorten die Einrichtung neuer Geldautomaten geprüft. Die Kunden werden auch zukünftig alle Beratungs- und Serviceleistungen im Umkreis von weniger als 5 km vorfinden. Und die Zeiten, in denen die Berater der Bank für persönliche Beratungen zur Verfügung stehen, bleiben unverändert von Montags bis Freitags von 8 bis 20 Uhr.

Die Volksbank Darmstadt – Südhessen stellt sich damit, so Mahr weiter, „den künftigen wirtschaftlichen, technischen und gesellschaftlichen Veränderungen in einer spannenden Zeit. Unsere Mitglieder und Kunden können dabei darauf vertrauen: Wir bleiben nah bei Ihnen. Ob über die klassische Bankfiliale oder rund um die Uhr per Internet, Mobile-App und Telefon rund um die Uhr. Die Kunden haben die Wahl“.

Nachhaltigkeit als genossenschaftliches Geschäftsprinzip

Ihr aufrichtiges Interesse, sich aktiv in die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der Region einzubringen und nachhaltig Verantwortung zu übernehmen, belegt die Volksbank Darmstadt - Südhessen damit, dass im Jahr 2015 wieder zahlreiche gemeinnützige Vereine und Initiativen finanziell gefördert und dafür 639.000 Euro aufgewendet wurden. Darüber hinaus ist die hauseigene Stiftung „Hoffnung für Kinder“ ein besonderes Beispiel dafür, wie die Volksbank Darmstadt – Südhessen mit ihrer Verantwortung zum Wohl der Region agiert. So stellte die Stiftung im vergangenen Jahr für 50 weitere Projekte 100.000 Euro bereit, um Kindern in gesundheitlicher und sozialer Not schnell und wirksam zu helfen.