Volksbank weiter auf solidem Wachstumskurs

Zuwächse bei Einlagen und Krediten untermauern starke Marktposition / Solide und Stabil aufgestellt

Eine positive und grundsolide Entwicklung haben die beiden Vorstandssprecher der Volksbank Darmstadt – Südhessen Michael Mahr und Matthias Martiné diese Woche im Rahmen der alljährlichen Bilanzpressekonferenz präsentiert. Auch 2016 konnte das Institut seine Rolle als genossenschaftliche Regionalbank in Südhessen weiter ausbauen und damit seine starke Marktposition unterstreichen. „Wir haben im Geschäftsjahr 2016 ein Ergebnis erreicht, mit dem wir zufrieden sein können, zumal sich die Rahmenbedingungen im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht verbessert haben“, erklärte Mahr – und meint damit insbesondere die anhaltende Niedrigzinspolitik der EZB, die für die gesamte Branche zusehends zur Belastungsprobe werde. Trotz Erfolge auf der Kostenseite wird laut Mahr der rückläufige Zinsüberschuss in der Gewinn- und Verlustrechnung bei der Volksbank Darmstadt – Südhessen mehr und mehr sichtbar. Gleichwohl sieht er die Bank für die Zukunft gut gerüstet, denn das Ergebnis versetzt sie in die Lage, das Eigenkapital als wichtigste finanzielle Zielgröße erneut deutlich zu stärken.

Diese Substanzmehrung ist nach den Worten von Matthias Martiné sehr wichtig, denn sie sichert den zur Abfederung des rückläufigen Zinsergebnisses erforderlichen Spielraum für weiteres Wachstum im Kundengeschäft. Auch in diesem Punkt hat die Volksbank Darmstadt – Südhessen 2016 wieder einen großen Schritt nach vorn gemacht: „Unsere Bilanz ist das Abbild einer echten Kundenbank und damit auch Bestätigung für das Genossenschaftsmodell, das für Nähe, Qualität, Fairness und Partnerschaft steht“, betonte Martiné. Er untermauert diese Aussage mit der Kunden-kreditquote von 78 Prozent und der Kundeneinlagequote von sogar 81 Prozent der Bilanzsumme. Damit fließen die Einlagen der Kunden voll und ganz als Kredite in die Region zurück. Diese Prägung macht die Volksbank weitgehend unabhängig vom globalen Geld- und Kapitalmarkt. Die Bilanzsumme nimmt mit 3.982 Millionen Euro (+ 52 Millionen Euro zum Vorjahr) die „Vier-Milliarden-Marke“ ins Visier. Das Kundenkreditvolumen stieg um 61 Millionen Euro auf 3.089 Millionen Euro und verteilt sich nahezu gleich auf das Privat- und Firmenkundengeschäft. Insgesamt wurden 2016 neue Kredite in Höhe von 521 Millionen Euro gewährt, denen hohe Tilgungsleistungen von gewerblichen Kunden gegenüberstanden, die aufgrund der prosperierenden Wirtschaftssituation Südhessens über eine extrem hohe Liquidität verfügen.

Noch deutlicher sind die Kundeneinlagen gestiegen. Mit einem Plus von 99 Millionen Euro verwahrt die Volksbank nun 3.215 Millionen Euro in ihrer Bilanz. Zusammen mit den außerbilanziell angelegten Kundengeldern, zu dem unter anderem die Wertpapier- und Fondsanlagen zählen, vertrauten die Kunden der Bank beachtliche 5.521 Millionen Euro an. Das sind 244 Millionen Euro oder 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Diese Entwicklung steht im Kontext der ungünstigen Zinssituation am Markt. Vermehrt schichten Einleger liquide Mittel in alternative Anlagen wie zum Beispiel Fondssparpläne um, die letztes Jahr in hohem Maße nachgefragt wurden. Kräftig zu sparen und eine Rendite zu erzielen, ist nach Ansicht von Martiné in Zeiten des anhaltenden Zinstiefs wichtiger denn je. Wer angesichts der steigenden Inflationsrate ausschließlich im Tagesgeldbereich engagiert bleibt, wird unweigerlich einen realen Vermögensverlust erleiden. Eine breite und sinnvolle Streuung der Anlagen einhergehend mit einer kompetenten und vertrauensvollen Beratung wird daher immer wichtiger, um sich ein finanzielles Polster für die Zukunft zu schaffen und einen angemessenen Lebensstandard im Alter zu sichern.

Durch die Volumensteigerung im Kundengeschäft konnte dem prognostizierten Rückgang im Zinsüberschuss entgegengewirkt werden. Gleichwohl werden die Folgen der Negativzinspolitik der EZB mit einem Minus von 5,7 Millionen Euro im Zinsergebnis auf 80,5 Millionen Euro sichtbar. Infolge der über Monate hinweg spürbaren Verunsicherung unter den Wertpapieranlegern hat sich auch der Provisionsüberschuss nach dem Rekordjahr 2015 auf 26,2 Millionen Euro reduziert. Umso erfreulicher ist es, dass die Aufwendungen deutlich und stärker als geplant um 2,4 Millionen Euro auf 69,9 Millionen Euro reduziert werden konnten und wegen der guten Wirtschaftslage per Saldo keine Abschreibungen auf Kredite vorzunehmen waren. Der Jahresüberschuss vor Steuern stieg von 26,7 Millionen Euro auf 30,5 Millionen Euro. Nach Steuerzahlung in Höhe von 13,2 Millionen Euro und Ausschüttung der Dividende an die Mitglieder kann die Volksbank Darmstadt – Südhessen den Gremien eine Eigenkapital-Dotierung von 15,2 Millionen Euro vorschlagen. Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich von 66,9 % auf 65,4 %.

Mitgliederzuwachs als Vertrauensbeweis

Die Solidität der Volksbank überzeugte erneut viele Kunden, Mitglied und damit Miteigentümer zu werden. Insgesamt konnte die Volksbank im abgelaufenen Jahr wieder 4.700 neue Mitglieder gewinnen. Per 31. Dezember 2016 hatte die Bank 92.194 Mitglieder. Auch viele seitherige Mitglieder nutzten die seit Mitte 2016 eingeräumte Möglichkeit zur Zeichnung weiterer Genossenschaftsanteile, weshalb das Eigenkapital in dieser Position um rund 14 Millionen Euro auf 80 Millionen gestärkt wurde. „Dass so viele Kunden an ihrer Bank teilhaben wollen, zeigt, wie groß das Vertrauen in die Stabilität der Volksbank Darmstadt – Südhessen ist“, betont Mahr. Sie können sich auf eine - mit den Vertretern bereits im letzten Jahr abgestimmte - attraktive Dividende von drei Prozent freuen.

Persönlich und Digital

Die Zukunft der Volksbank ist persönlich und digital. Trotz allen technischen Fortschritts wird nach Ansicht der Bank der Bedarf an persönlicher und seriöser Beratung bei den großen Finanzthemen Vermögensanlage, Vorsorge und Baufinanzierung auch zukünftig hoch bleiben. „Deshalb gilt es, unsere Stärken, nämlich die regionale Nähe zum Kunden und die hohe Qualität in der persönlichen Beratung, zu bewahren und durch umfassende digitale Angebote zu ergänzen“ präzisiert Mahr die Zielsetzung. Digitalisierung bietet die Chance, das bewährte genossenschaftliche Geschäftsmodell weiter zu entwickeln und an veränderte Kundenwünsche anzupassen. Die Kunden haben die Wahl, auf welchem Weg sie die Volksbank erreichen möchten: persönlich in der Filiale, telefonisch über das zentrale KundenServiceCenter oder bequem über die vielfältigen Online-Banking-Funktionalitäten oder der mobilen VR Banking-App. „Diese umfassende Kombination können nur regionale Banken ihren Kunden bieten, zumal wir mit unseren vielfältigen digitalen Leistungen zumindest auf Augenhöhe mit unseren Wettbewerbern sind“, gibt sich Martiné überzeugt.

Die Volksbank Darmstadt – Südhessen unterhält 42 Geschäftsstellen sowie 21 Selbstbedienungsstandorte mit 94 Geldautomaten. Mit diesem sehr dichten Filial- und Automatennetz ist sie in der gesamten Fläche ihres Geschäftsgebiets für ihre circa 200.000 Privat- und Firmenkunden präsent. Unabhängig davon sind zur Erweiterung ihres Serviceangebots weitere Automaten-Standorte geplant. Mit dem Rhein-Neckar-Zentrum in Viernheim, dem Helvetia-Park in Groß-Gerau und der Eschollbrücker Straße (nahe dem Real Markt) in Darmstadt stehen die ersten drei Standorte bereits fest und sind vertraglich unter Dach und Fach.

Engagiert: In der Region – für die Region

Über das alltägliche Bankgeschäft hinaus engagiert sich die Volksbank Darmstadt – Südhessen auch für die Menschen und die Region und lässt diese an ihrem wirtschaftlichen Erfolg partizipieren. Über 800 Initiativen, Vereine sowie soziale und gemeinnützige Einrichtungen wurden 2016 durch finanzielle Fördermaßnahmen in Höhe von 630.000 Euro unterstützt. Ganz besonders wichtig sind der Volksbank in Not geratene Kinder aus der Region, denen sie mit ihrer Stiftung „Hoffnung für Kinder“ unter die Arme greift. Allein im letzten Jahr wurden 68.000 Euro für 46 Projekte bereitstellt. Mit über 350 Kindern aus acht Förderschulen wurde im Circus Waldoni das 20jährige Bestehen der Stiftung gefeiert. Seit Jahren nimmt das Institut auch am bundesweiten Wettbewerb „Sterne des Sports“ teil, bei dem Vereine gewürdigt werden, die sich über das normale Breitensportprogramm hinaus mit besonderen Angeboten nachhaltig gesellschaftlich engagieren. Den Bewerbern winken attraktive Geldprämien bis zu 14.000 Euro. Bei der Preisverleihung „Stern des Sports in Gold für 2016“ belegte der Verein für Sport und Gesundheit 1949 Darmstadt e.V. mit seiner integrativen Tauchgruppe „Die Wasserflöhe“ den hervorragenden zweiten Platz. Bundespräsident Joachim Gauck überreichte die Auszeichnung den Vereinsdelegierten am 23. Januar 2017 im Rahmen einer Feierstunde in Berlin. Die nächste Wettbewerbsrunde startet in Kürze. Interessierte sollten die Homepage der Volksbank im Auge behalten.