Volksbank Darmstadt – Südhessen als verlässlicher Finanzpartner gefragt

Vorstand und Aufsichtsrat präsentieren auf Vertreterversammlung positive Jahresbilanz 2014

5 % Dividende für 86.100 Mitglieder

Die Volksbank Darmstadt - Südhessen hat am 27. Mai 2015 mit Ablauf der Vertreterversammlung auch bilanztechnisch den Schlussstrich unter das erfolgreich verlaufene Geschäftsjahr 2014 gezogen. Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 3,7 Milliarden Euro, das gesamte betreute Kundenvolumen auf 8,4 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss beträgt 4,2 Millionen Euro. Daraus schüttet die Bank nach Beschluss der Versammlung eine Dividende in Höhe von 5 Prozent an die nunmehr 86.100 Mitglieder aus und stärkt zudem ihre Rücklagen.

„Unsere Volksbank Darmstadt - Südhessen kann auf ein insgesamt gutes Jahr 2014 zurückblicken“, zogen die beiden Vorstandssprecher, Michael Mahr und Matthias Martiné eine positive Bilanz. Dem schloss sich Aufsichtsratsvorsitzender und Versammlungsleiter Alexander Pfeiffer im Namen des Kontrollgremiums vorbehaltlos an. Der ausdrückliche Dank von Vorstand und Aufsichtsrat galt den 860 Beschäftigten für deren besonderes Engagement und die erfolgreich geleistete Arbeit.

Mit einem Plus von gut 120 Millionen Euro hat die Volksbank Darmstadt – Südhessen deutlich mehr Kredite zur Verfügung gestellt als noch im Vorjahr. Dadurch kletterten die bilanziellen Kundenforderungen um stolze 4,3 Prozent auf 2.894 Millionen Euro. Insgesamt 544 Millionen Euro und damit 30 Prozent mehr als im Vorjahr wurden in 2014 an Privat- und Firmenkunden neu ausgeliehen. Wachstumstreiber war das niedrige Zinsniveau, das insbesondere die Nachfrage nach langfristigen Finanzierungen forcierte. Im Privatkundengeschäft waren Wohnungsfinanzierungen sowie Maßnahmen zur Modernisierung und Energieeinsparung gefragt.

Die bilanzwirksamen Kundeneinlagen lagen mit 2.943 Millionen Euro um 1,5 Prozent leicht unter dem Vorjahresbestand. Das außerbilanzielle Kundenanlagevolumen, also die in Wertpapierdepots und bei Verbundpartnern hinterlegten Einlagen, stieg hingegen kräftig um 4,3 Prozent auf 2.043 Millionen Euro. Dieser Zuwachs war von der positiven Entwicklung an den Kapitalmärkten und der andauernden Niedrigzinsphase geprägt. In der Summe betreut die Bank somit ein Einlagevolumen von 4.986 Millionen Euro für ihre Kunden. Gerade in einer Niedrigzinsphase wird eine breite und sinnvolle Streuung der Anlagen ebenso wie eine kompetente und vertrauensvolle Beratung immer wichtiger, um die geschaffenen Kundenwerte zu erhalten, verdeutlichten die Bankchefs. Folgerichtig verteilt sich das Wachstum auch gleichmäßig auf alle Sparten des Dienstleistungsgeschäfts (Wertpapiere, Fonds, Vorsorge- und Absicherungsprodukte).

Der Zinsüberschuss konnte weiter gesteigert werden, allerdings aufgrund von Einmaleffekten außerhalb des Kundengeschäfts. In Folge von Tarifabschlüssen und allgemeiner Teuerung verzeichneten die Verwaltungsaufwendungen einen leichten Anstieg. Das operative Ergebnis wurde weiter ausgebaut. Dank einer historisch niedrigen Risikovorsorge, die auf die hohe Qualität des Kreditportfolios und die stabile Ertragssituation der Wirtschaft zurückzuführen ist, verbleibt ein Betriebsergebnis von 34,4 Millionen Euro nach Bewertung. Damit blickt die Volksbank Darmstadt - Südhessen auf ein gutes Ergebnis im Jahr 2014 zurück, welches eine weitere Stärkung des Eigenkapitals ermöglichte.

Auch im sozialen und kulturellen Bereich hat sich die Volksbank Darmstadt – Südhessen wieder betätigt. Spenden in Höhe von 630.000 Euro wurden an über 400 gemeinnützige Organisationen und Projekte im Geschäftsgebiet ausgeschüttet. Darüber hinaus hat die volksbankeigene Stiftung „Hoffnung für Kinder“ 85.000 Euro für 43 Projekte in der Region gespendet. Seit ihrer Gründung 1996 wurde mehr als 1.000 in Not geratenen Kindern aus der Region geholfen.

Niedrigzins und Regulierungsflut hält Banken in Atem

Eine große Herausforderung stellt für die Bank die schon seit Längerem andauernde Niedrigzinsphase dar. Wohin mit dem Geld? Das fragen sich im Moment viele Sparer, aber in gleichem Maß auch institutionelle Anleger, wie z. B. Pensionsfonds und zu guter Letzt auch die Regionalbanken, wie die Volksbank Darmstadt – Südhessen. Die Bank stellt sich dementsprechend in den nächsten Jahren auf deutlich rückläufige Zinsergebnisse ein, weil jede Anschlussfinanzierung im Kreditgeschäft und jede Neuanlage in Wertpapieren bei einem Einlagezinssatz nahe der Null-Prozentmarke voll auf den Zinsertrag durchschlägt.

Belastend wirkten sich auch die steigenden Kapital- und Liquiditätsanforderungen und die immer komplexer werdenden rechtlichen Anforderungen aus, die zwar für große, international agierende Banken gemacht wurden, aber von allen Banken und damit auch von regional agierenden Genossenschaftsbanken und Sparkassen erfüllt werden müssen. Kein Wunder, dass sich die Volksbank Darmstadt - Südhessen von der Regulierungsflut überrollt und unverhältnismäßig stark eingeengt fühlt. Vorstand und Aufsichtsrat kritisieren insbesondere, dass bei der Fülle von Vorschriften und Ausführungsbestimmungen nicht genügend differenziert werde. Ein Nutzen sei häufig weder im Sinne des Anlegerschutzes noch in Bezug auf die Unternehmensführung erkennbar. Hingegen seien die fortgesetzt höheren Kosten für die Bewältigung der Anforderungen und die Möglichkeiten, Erträge zu generieren bereits deutlich eingeschränkt.

Beratung wichtiger denn je

Die Verzahnung von Filialgeschäft und digitaler Medien wie das Internet und SmartPhones beschäftigt die Volksbank Darmstadt – Südhessen. Längst sind diese zu einem wichtigen und selbstverständlichen Teil des Lebens geworden. Auch mit Auswirkungen auf das Verhalten der Kunden hinsichtlich der Abwicklung ihrer Bankgeschäfte. Analysen der Volksbank Darmstadt – Südhessen haben ergeben, dass kaum noch 5 Prozent der Serviceleistungen in den 49 mitarbeiterbesetzten Filialen abgerufen werden. Angesichts dieser Entwicklung gilt es, den Kunden neben einer einheitlich hohen Kompetenz in der Kundenberatung vor Ort auch qualitativ hochwertige Onlineinformationen und –angebote zur Verfügung zu stellen. Aber auch Anpassungen im personenbesetzten Service hinsichtlich Öffnungszeiten und Standort sind unumgänglich. Gleichwohl bleibt der persönliche Kontakt und die regionale Präsenz der genetische Code der Volksbank Darmstadt – Südhessen. Gerade komplexe Bedarfsfelder benötigen eine kompetente Beratung, in die sie weiter investieren will.

Dass die Vertreterinnen und -vertreter mit dem Kurs ihrer Volksbank zufrieden sind, demonstrierten sie mit ihrer Zustimmung bei der Feststellung des Jahresabschlusses: Vorstand und Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Die Versammlung hatte ferner über die Verwendung des Bilanzgewinns zu entscheiden. Dabei folgten die Mitgliedervertreter dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat und stimmten sowohl einer attraktiven Dividende von 5 Prozent als auch der Rücklagenstärkung zu.

Aufsichtsratsvorsitzender Alexander Pfeiffer sowie Renate Rosenbrock und Horst Baier scheiden aus Aufsichtsrat aus

Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat informierte der Aufsichtsratsvorsitzende, Alexander Pfeiffer, dass er zusammen mit Renate Rosenbrock und Horst Baier wegen Ablauf der Wahlzeit aus dem Aufsichtsrat ausscheiden wird. Eine Wiederwahl der Drei war altersbedingt nicht möglich. Auch eine Ersatzwahl erfolgte nicht, da mit der Fusion im Jahr 2012 bereits festgelegt wurde, dass die Größe des Aufsichtsratsgremiums durch altersbedingtes Ausscheiden bis 2018 kontinuierlich auf 18 Mitglieder reduziert werden soll.

Mit Erfahrung, Verantwortungsbewusstsein und hoher Kompetenz engagierte sich Alexander Pfeiffer im Aufsichtsrat der Volksbank Darmstadt - Südhessen. Da die Satzung der Genossenschaftsbank eine Altersgrenze vorsieht, schied er nach 25 Jahren aus diesem Gremium aus. Alexander Pfeiffer wurde 1990 in den Aufsichtsrat der damaligen Volksbank Arheilgen gewählt. Seit 2012 war er Aufsichtsratsvorsitzender der fusionierten Volksbank Darmstadt - Südhessen. Renate Rosenbrock, ebenfalls Rechtsanwältin, wurde 2002 als erste Frau in den Aufsichtsrat der damaligen Groß Gerauer Volksbank gewählt. Horst Baier brachte sich seit 1991 als Mitglied im Aufsichtsrat genossenschaftlich ein.

Horst Kessel, Vorstandsmitglied des Genossenschaftsverbands, würdigte die drei ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder als Persönlichkeiten, die ihre Überzeugungskraft, Empathie und Begeisterung für das Genossenschaftswesen stets in ihr Ehrenamt bei der Volksbank Darmstadt – Südhessen eingebracht haben. Als Anerkennung wurde Pfeiffer mit der Goldenen, der höchsten genossenschaftlichen Auszeichnung, sowie Rosenbrock und Baier mit der Silbernen Ehrennadel des Genossenschaftsverbandes geehrt.

Einstimmig in den Aufsichtsrat wiedergewählt wurden Thomas Frank Wilfried Eberling, Hubert Ensinger, Uwe Hofmann, Gerhard Jung Wolfgang Koehler, Kurt Lampert, Peter Schott, Siegmund Piegsa, Stefan Scharf, Heiko Scheiber, Wilfried Schuster und Werner Stang

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch einen packenden Vortrag des Journalisten und Mitherausgebers des Nachrichtenmagazins „FOCUS“, Helmut Markwort, zum Thema „Macht der Medien“.