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Pressemitteilung

Volksbank Darmstadt Mainz legt im Kreditgeschäft ordentlich zu - Gute Ergebnisse in herausfordernden Zeiten

Mainz, 2. Februar 2026

Mit einem deutlichen Wachstum im Kundengeschäft blickt die Volksbank Darmstadt Mainz auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Ein überplanmäßiger Zuwachs im Kreditgeschäft und bei den Kundeneinlagen sowie ein ausgesprochen gutes Wertpapier- und Vorsorgegeschäft bescherten der Bank in einem anspruchsvollen Umfeld ein gutes Jahresergebnis. "Das Kundengeschäft läuft sehr gut – zweifellos ein Beleg für unsere ausgeprägte Kundenorientierung und die hohe Beratungskompetenz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", brachten es die beiden Vorstandssprecher Uwe Abel und Matthias Martiné am Montag in der Bilanzpressekonferenz auf den Punkt.

Alle wichtigen Geschäftsbereiche, insbesondere die Aktiv- und Passivsparte sowie das Dienstleistungsgeschäft, haben einen positiven Beitrag zum Unternehmenserfolg geleistet und sich mitglieder- und kundenorientiert weiterentwickelt. So stieg die Bilanzsumme im Jahr 2025 um 453 Millionen Euro oder 3,0 Prozent auf 15,5 Milliarden Euro. Das betreute Kundenvolumen, welches neben den bilanzwirksamen Kundengeldern auch das Wertpapier- und Vermittlungsgeschäft beinhaltet, stieg binnen Jahresfrist um erfreuliche 6,1 Prozent auf rund 34,2 Milliarden Euro.

Sprecher des Vorstands Matthias Martiné und Uwe Abel
Sprecher des Vorstands Matthias Martiné und Uwe Abel

Im Kreditgeschäft konnte die Genossenschaftsbank an die gute Entwicklung der Vorjahre anknüpfen und erneut eigene Erwartungen übertreffen. Wichtigste Position sind die Forderungen an Kunden. Mit einem Zuwachs von 679 Millionen Euro bzw. 5,9 Prozent auf 12,2 Milliarden Euro liegt die Bank klar über dem bundesweiten Wachstum der Volksbanken und Raiffeisenbanken von 3,6 Prozent. Darüber hinaus bestehen noch 838 Millionen Euro offene Kreditzusagen. Zugleich machte Abel deutlich, dass das wirtschaftliche Umfeld auch 2025 anspruchsvoll geblieben ist: „Die anhaltend schwache Konjunktur stellt viele unserer privaten und gewerblichen Kunden vor große Herausforderungen. In einem solchen Umfeld zeigt sich, wie wichtig stabile, langfristige Kundenbeziehungen und ein solides Geschäftsmodell sind. Mehr und mehr kommt es darauf an, unsere Kundinnen und Kunden eng zu begleiten, verlässliche Perspektiven zu bieten und gemeinsam tragfähige Lösungen für die Zukunft zu entwickeln“, so Abel.

Überdurchschnittliches Wachstum erzielte die Bank auch bei den Kundeneinlagen. Die stiegen im Geschäftsjahr 2025 um 5,4 Prozent bzw. 650 Millionen Euro auf 12,7 Milliarden Euro. Dieses Wachstum spiegelt die anhaltende Konsumzurückhaltung vieler Verbraucherinnen und Verbraucher wider, die vor dem Hintergrund der schwächelnden Konjunktur ihr Geld lieber zusammenhalten und sparen. Die Nachfrage konzentrierte sich vor allem auf kurzfristige Anlagenformen wie Sicht- und Termineinlagen. Dabei wurden im Jahresverlauf vermehrt Termineinlagen in die täglich fälligen Sichteinlagen umgeschichtet, die um 677 Millionen Euro auf 7,9 Milliarden Euro stiegen. Während die Volksbanken und Raiffeisenbanken gleicher Größenordnung auf Bundesebene um 2,9 Prozent zulegten, fiel die Entwicklung der Bank deutlich stärker aus.

Der deutliche Einlagenzuwachs der Volksbank ist umso beachtlicher, als dass parallel umfangreiche Mittel in attraktive Wertpapier- und Vorsorgelösungen investiert wurden. Im Wertpapiergeschäft erhöhte sich der Nettoabsatz von 205 Millionen Euro auf 327 Millionen Euro. Im Vorsorgegeschäft mit Lebensversicherungen wurden weitere 156 Millionen Euro investiert. Das entspricht einem Zuwachs von 26 Millionen Euro bei den Vorsorgelösungen zum Vorjahr und verdeutlicht das zunehmende Interesse der Kunden, fürs Alter vorsorgen zu wollen. „Auch in diesem Bereich sind wir mit einem spezialisierten Team breit aufgestellt, um den zunehmenden Beratungsbedarf zum Thema Vorsorgelösungen unserer Kunden gerecht zu werden“, sagt Abel. Mit den Erfolgen im Wertpapier- und Vorsorgegeschäft stärkte die Bank ihre Mitglieder und Kunden nachhaltig beim Vermögensaufbau und erzielte gleich mehrere Spitzenplatzierungen in bundesweiten Vergleichen.

Mit dem bundesweit höchsten Fonds-Nettoabsatz unter den Volks- und Raiffeisenbanken von 243 Millionen Euro verdiente sich die Volksbank den „Prix de Fonds in Gold". Mit diesem Preis würdigt Union Investment die besondere Qualität und Kontinuität in der genossenschaftlichen Finanzberatung sowie das Engagement der Bank, Kunden bei der langfristigen Vermögensbildung mit Investmentfonds zu unterstützen. Bei ihrem Partner der DZ Bank hat sie zudem mit knapp 200 Millionen Euro den höchsten Bruttoabsatz in der Beratung mit Zertifikaten sowie bei der DZ Privatbank mit Platz 4 bei den Vermögensverwaltungslösungen gepunktet. Als erste Volksbank plant sie mit einem Wachstum von über 100 Millionen Euro bei den Vermögensverwaltungslösungen zum Jahresende 2026.

„Das Vertrauen unserer Kunden spiegelt sich sowohl im deutlichen Einlagenwachstum als auch in der hohen Nachfrage nach Wertpapier- und Vorsorgelösungen wider. Gerade in einem Marktumfeld, das zunehmend von Komplexität und Volatilität geprägt ist, gewinnt eine fundierte und bedarfsorientierte Beratung an Bedeutung. Unsere Vertriebserfolge unterstreichen, dass die Volksbank ihren Fokus erfolgreich auf die individuellen Ziele und die Risikoneigung ihrer Kunden setzt. Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung unserer Arbeit“, erklärt Abel.

Diese Einschätzung teilte auch Vorstandskollege Martiné: „Die Auszeichnungen bestätigen unseren Anspruch, die genossenschaftlichen Werte – Nähe, Vertrauen und Verlässlichkeit - auch in der Anlageberatung konsequent umzusetzen. Unser Ziel ist es, für unsere Kunden nachhaltige und transparente Lösungen für den Vermögensaufbau und die Vermögenssicherung zu finden.“

Ertragsbasis breit und belastbar aufgestellt

Auf Basis der dynamischen Entwicklungen im Kundengeschäft im Jahr 2025 stellt sich auch die Ertragslage der Volksbank Darmstadt Mainz solide dar. Trotz der im Jahresverlauf erfolgten Leitzinssenkungen konnte die Genossenschaftsbank einen positiven Zinsüberschuss erwirtschaften. Das Zinsergebnis übertraf mit 243,8 Millionen Euro das Vorjahresergebnis um 8,1 Millionen Euro oder 3,5 Prozent. Das Provisionsergebnis wurde ebenfalls um 1,7 Millionen Euro bzw. 2,0 Prozent auf 85,7 Millionen Euro gesteigert. Einen wesentlichen Beitrag leistete das Wertpapiergeschäft mit einem Plus von 3,1 Millionen Euro. Die Erträge aus dem Zahlungsverkehr als größte Position im Provisionsergebnis waren im Berichtsjahr hin gegen um 1,0 Millionen Euro zum Vorjahr rückläufig. Ausschlaggebend war hier der Wegfall separater Entgelte für Echtzeitüberweisungen, die seit dem 9. Januar 2025 aufgrund der EU-Instant-Payment-Regelung nicht mehr über klassische SEPA-Überweisungen hinaus berechnet werden dürfen. „Für unsere Kunden bedeutet dies niedrigere Kosten beim Echtzeit-Transfer – ein klarer Vorteil für Verbraucher und Unternehmen. Ungeachtet dessen belegt unser Provisionsergebnis, dass unsere Ertragsbasis breit und auch unter veränderten Rahmenbedingungen belastbar ist. Dies unterstreicht die Ertragsstärke unseres Geschäftsmodells“, erklärt Martiné.

Die Aufwendungen stiegen im Berichtsjahr um 6,6 Millionen Euro oder 3,8 Prozent auf 179,0 Millionen Euro zum Vorjahr an. Spürbar wirkten insbesondere die tarifbedingten Erhöhungen bei den Personalkosten mit plus 9,1 Millionen Euro aus. Der Sachaufwand reduzierte sich um 2,4 Millionen Euro. „Dies ist der konsequenten Weiterentwicklung unserer internen Prozesse sowie der Synergieeffekte im Rahmen der erfolgreichen Fusion zu verdanken, womit die Auswirkungen der inflationsbedingten Preissteigerungen und gestiegenen regulatorische Kosten abgefedert werden konnten“, so Martiné.

In der Summe dieser Aufwand- 115 und Ertragsentwicklung stieg das Betriebsergebnis vor Bewertung um 3,3 Prozent oder 4,8 Millionen Euro auf 148,3 Millionen Euro. Die Cost-Income-Ratio bleibt mit 55,8 Prozent stabil auf Vorjahresniveau. Beim Risikoergebnis machte sich in ein von 9,4 Millionen Euro auf 0,7 Millionen deutlich reduziertes Ergebnis bei den eigenen Wertpapieranlagen bemerkbar. „Zusätzlich haben wir für potenzielle Kreditrisiken die Vorsorge um 4,7 Millionen Euro auf 15,7 Millionen Euro per Jahresfrist angehoben. Im Verhältnis zu unserer Größe entspricht dieser Vorsorgebeitrag jedoch weiterhin einem moderaten Niveau, was wiederum die solide Risikostruktur unserer Bank unterstreicht“, verdeutlicht Martiné.

Der Gewinn vor Steuern bleibt somit mit 133,3 Millionen Euro um 8,6 Millionen Euro bzw. 6,1 Prozent unter dem Vorjahresergebnis von 141,9 Millionen Euro. Dies entspricht 0,87 % der durchschnittlichen Bilanzsumme. „Dieses gute Jahresergebnis versetzt uns in die Lage, unsere Eigenkapitalbasis weiter zu stärken und damit die Voraussetzungen für zukünftiges Wachstum im Kreditgeschäft zu schaffen“, erklärt Martiné. Die Bank rechnet mit Steuerzahlungen in Höhe von 37 Millionen Euro, wovon 16 Millionen Euro als Gewerbesteuer an die Kommunen im Geschäftsgebiet fließen. Nach der voraussichtlichen Zustimmung der Vertreterversammlung zur Ergebnisverwendung wird das Eigenkapital durch die geplante Zuführung aus dem Ergebnis 2025 voraussichtlich 1,58 Milliarden Euro erreichen, gegenüber 1,42 Milliarden Euro im Jahr 2024. „Zudem wird uns das gute Ergebnis ermöglichen, unseren Mitgliedern für das Jahr 2025 die Zahlung einer unverändert hohen Dividende von 5 Prozent vorzuschlagen“, so Martiné weiter.

Zur Freude der beiden Vorstände konnten 2025 über 8.400 neue Mitglieder gewonnen und auf 209.415 Personen in den Regionen Rheinhessen und Südhessen gesteigert werden.

Region profitiert vom Erfolg

Gute wirtschaftliche Ergebnisse und ein hohes gesellschaftliches Engagement gehen bei der Bank Hand in Hand. Vergangenes Jahr wurden wieder gut 1.000 regionale Projekte von sozialen, caritativen oder kulturellen Institutionen mit über 1,3 Millionen Euro gefördert. Ergänzend setzte sich die hauseigene Stiftung „Hoffnung für Kinder“ mit der Bereitstellung von Sach- und Geldmitteln dafür ein, dass hilfsbedürftige Kinder eine faire Chance auf eine Teilhabe am „normalen“ Leben erhalten. Neben Einzelmaßnahmen finanziert die Stiftung Hoffnung für Kinder auch Lernhilfen in Schulen sowie therapeutische und medizinische Gerätschaften für Krankenhäuser und Hospize. 94 Projekte wurden vergangenes Jahr mit der stattlichen Summe von 95.000 Euro unterstützt. „Unser Engagement stärkt das Gemeinwesen in vielfältiger Weise. Es ist Teil unserer DNA, Verantwortung zu übernehmen und Zukunft aktiv mitzugestalten. Dabei schlagen wir auch gerne außergewöhnliche Wege ein und setzen in Punkto sozialer Verantwortung eigene Akzente“, betonte Abel.

Großes Engagement für außerschulische Bildung und Klimaschutz

Schwerpunkte des Engagements der Bank lagen neben der finanziellen Unterstützung gemeinnütziger Vereine und Organisationen auf Bildung,  Chancengleichheit sowie Klima- und Artenschutz. Initiativen wie Schülergenossenschaften, Stipendienprogramme, die eigene Finanzakademie und der kostenlose Zugang zur „ubiMaster“ Nachhilfe-Plattform fördern junge Menschen auf ihrem Bildungsweg und beim Erwerb wirtschaftlicher und finanzieller Kompetenzen. Mit letzterem greift die Bank einen wunden Punkt der gesellschaftlichen Entwicklung auf. Denn Studien zur Folge nehmen in Deutschland jährlich etwa 1,1 Millionen Schüler Nachhilfe in Anspruch - eine große finanzielle und organisatorische Belastungsprobe für nahezu jede zweite Familie in Deutschland. Diesem Trend begegnet die Volksbank Darmstadt Mainz, in dem sie ihren jungen Kunden mit einem Jugend-Girokonto gratis einen schnellen, einfachen und gerechten Zugang zur „ubiMaster“-App ermöglicht. Hinter dieser mehrfach ausgezeichneten Lernplattform stehen erfahrene Lehrkräfte, die live und individuell in den Fächern Mathematik, Chemie, Physik, Deutsch, Englisch, Französisch und Wirtschaft unterrichten. Der rege Zuspruch gibt der Bank Recht: Seit Projektstart im November 2025 haben sich bereits 530 Schülerinnen und Schüler aus dem Geschäftsgebiet angemeldet. Die monatlichen Kosten in Höhe von 149 Euro pro Monat trägt die Volksbank und stiftet damit der Region einen weiteren Mehrwert. Mit regelmäßigen Baumpflanzaktionen setzt die genossenschaftlich organisierte Bank auch ökologisch-nachhaltige Impulse. Allein im vergangenen Jahr wurden von ihr im Rahmen der Klima-Initiative „Wurzeln“ in Heppenheim und bei Sulzheim jeweils 2.500 Bäume gepflanzt. In den letzten drei Jahren wurden neun Pflanzaktionen auf den Weg gebracht und mittlerweile bereits 38.000 Bäume finanziert.

Strategischer Ausbau der digitalen Souveränität durch Wero

Ein weiterer zentraler Meilenstein im Jahr 2025/26 war der erfolgreiche Roll-out des europäischen Bezahlsystems Wero. Über eine Million Kunden aus dem Genossenschaftssektor in Deutschland haben sich bereits registriert. Der große Vorteil des Systems liegt im unmittelbaren Sicherheits- und Komfortgewinn. Schließlich verbleiben sämtliche Transaktionsdaten im geschützten europäischen Rechtsraum und unterliegen damit den hiesigen Datenschutzstandards. Ob Echtzeit-Überweisungen per Handynummer oder die fortschreitende Anbindung des Online-Handels: Unsere Kunden erhalten mit Wero einen echten Mehrwert und machen sich unabhängiger von den dominanten US-amerikanischen Anbietern wie beispielsweise PayPal“, erklärt Abel.

Einen weiteren Schub erwartet sich die Bank mit der Ende 2025 begonnen Ausweitung von Wero auf den stationären Handel, womit Wero dann zu einer ganzheitlichen Bezahllösung mit einem modernen, rein kontobasierten Nutzererlebnis wird. „Bisher mussten Kunden bei digitalen Zahlungen oft ihre Daten an externe US-Unternehmen weitergeben. Mit Wero bleibt alles in einer Hand – sicher verwahrt in der vertrauten Banking-App und geschützt durch europäisches Recht“, untermauert Martiné den Kundennutzen des neuen Bezahlsystems.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick

 

2025

in Mio. Euro

2024

in Mio. Euro

Veränderung

in Prozent

Bilanzsumme15.52315.070+3,0
Kredite12.22111.542+5,9
Einlagen12.73612.086+5,4
Zinsüberschuss243,8235,6+3,5
Provisionsüberschuss85,784,0+2,0
Aufwand179,1172,4+3,9
Betriebsergebnis vor Bewertung148,3143,5+3,3
Risikovorsorge-15,0-1,6--
Ergebnis vor Steuern133,3141,9-6,1
Cost-Income-Ratio (Prozent)55,855,8--
Dividende (Prozent)5,0*5,0--
Mitglieder (Anzahl)209.415207.777--
Mitarbeiter (Anzahl)1.6581.665--
 
*) Vorschlag

Die Volksbank Darmstadt Mainz ist mit einer Bilanzsumme von 15,5 Mrd. Euro aktuell die drittgrößte Volksbank in Deutschland. Die Bank betreut für ihre rund 450.000 Kunden ein Kredit- und Anlagevolumen von 34,2 Mrd. Euro und beschäftigt mehr als 1.600 Mitarbeiter. Sie ist an 136 Standorten in der Region vertreten.