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Mann und Frau stehen nebeneinander

Nachhaltigkeit in unseren Eigenanlagen

Deshalb ist uns das Thema wichtig

Als Finanzinstitut vertreibt die Volksbank Darmstadt Mainz eG nicht nur Finanzprodukte, sondern investiert selbst in verschiedene Vermögenswerte. Daher haben wir auch hier eine Verantwortung, Finanzströme in nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten zu lenken und das ESG-Risiko zu minimieren. Indem wir dabei auf nachhaltige Anlagekriterien achten, wollen wir transparent dieser Verantwortung gerecht werden und einen weiteren wichtigen Hebel zur Förderung von nachhaltigem Wirtschaften ausbauen.

Das tun wir bereits

Zur Bewertung der Nachhaltigkeit einer Investition bzw. unseres Portfolios bedarf es Kriterien und einer regelmäßigen Überprüfung. Im Rahmen unserer Richtlinie für die nachhaltige Entwicklung der Eigenanlagen haben wir uns einem Verfahren verschrieben, das eine klare Zielsetzungen und entsprechende Herangehensweise definiert.

Dabei ist zu beachten, dass unsere Eigenanlagen sowohl regulatorischen Anforderungen als auch der strategischen Steuerung dienen. Dabei verfolgen wir einen ganzheitlichen und verantwortungsbewussten Anlageansatz, der sich auf drei Grundsätze stützt:

  1. Nachhaltigkeit messbar machen 
    Für die Bewertung der Nachhaltigkeit unserer Eigenanlagen nutzen wir ein strukturiertes Bewertungsmodell, das auf der anerkannten Methodik von MSCI (Morgan Stanley Capital International) basiert. Das Fundament von ESG-Score und Ratingsystematik von MSCI bilden eine Vielzahl an branchenspezifischen Kernindikatoren, die strikt nach ihrer finanziellen Wesentlichkeit für den jeweiligen Sektor ausgewählt werden. Diese werden anhand der Risikoexposition des Emittenten und der Effektivität seiner Steuerungsmaßnahmen analysiert und bewertet. Daraus resultieren individuelle E, S- und G-Scores. Im Mittelpunkt unserer Eigenanlagen steht der WAKI‑Score (Weighted Average Key Issue Score), der ökologische, soziale und unternehmensbezogene Risikoaspekte in einer Kennzahl bündelt. Der WAKI stellt einen gewichteten Mittelwert der E-, S- und G-Scores dar. Diese Kennzahl bildet das absolute Risikoprofil eines Emittenten unabhängig von der jeweiligen Branche ab. Den WAKI‑Score verwenden wir als verbindliche Bezugsgröße für unseren Bestand. Für unsere Eigenanlagen gilt ein durchschnittlicher Mindestschwellenwert von 50 Scorepunkten (Skala 0-100, wovon sehr gute Emittenten Stand März 2026 bei ca. 76 liegen).
  2. Klare Ausschlusskriterien anwenden
    Ergänzend zum WAKI‑Score nutzen wir definierte Ausschlusskriterien, die sicherstellen, dass Investitionen in kontroverse Geschäftsfelder vermieden werden. Hierzu zählen u. a. Vorgaben aus dem UniESG Basisfilter+ der Union Investment.
  3. Verantwortung im Verbund nutzen
    Als regionale Primärbank arbeiten wir eng mit unseren Verbundpartnern DZ BANK AG und Union Investment zusammen. Die dort vorhandene Expertise, Datenanalysen und technischen Systeme ermöglichen eine verlässliche und vergleichbare Nachhaltigkeitsbewertung unseres Portfolios – insbesondere im Hinblick auf regulatorische Anforderungen und die stetige Weiterentwicklung der ESG‑Methodiken.

Wie wir Anlagen bewerten

Zur Beurteilung der Nachhaltigkeit folgt unser Bewertungsverfahren dem etablierten MSCI‑Modell:

  1. Analyse branchenspezifischer ESG‑Kernindikatoren
    Bewertet werden wesentliche ökologische, soziale und Governance‑Risiken eines Emittenten.
  2. Bestimmung des WAKI‑Scores
    Die individuellen Kennzahlen werden gewichtet und zu einer Gesamtrisikozahl zusammengeführt.

Unser Anspruch

Nachhaltigkeit bedeutet für uns auch, Transformation aktiv zu unterstützen. Daher schließen wir nicht grundsätzlich Emittenten aus, die aktuell nur geringen oder keinen WAKI-Score aufweisen. Entscheidend ist, dass Unternehmen glaubwürdige Anstrengungen unternehmen, ihre Nachhaltigkeitsperformance zu verbessern. Auch diese Entwicklungen fließen in unsere Bewertung ein.

Für Ihre Fragen melden Sie sich beim Team Nachhaltige Entwicklung